unser Leben auf 12 Metern

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Monats-Archive: Juni 2014

14. Juni 2014

Kaum zu glauben dass diese 4 Tage so schnell vorbei gegangen sind. Heute ging es für mich bereits wieder zurück in die Schweiz. Stephan wird noch bis am Mittwoch bleiben um den ganzen Rest noch zu erledigen.

Nachdem wir uns beim Manager der Werft vorgestellt hatten um einen Winterplatz für unser Boot zu reservieren, ging es auch schon los Richtung Flughafen. Wir hatten extra genug Zeit einberechnet damit wir noch einen Abstecher in die IKEA machen konnten, welche direkt neben dem Flughafen lag. Kaum zu glauben – sie sehen ja wirklich überall gleich aus :). Wir haben uns also noch eingedeckt mit Decken und Kissen und diversem anderem Kleinzeugs.

Nun hiess es für mich auch schon Abschied nehmen von Griechenland – ich freue mich jetzt schon und bin froh dass wir sehr bald Ferien haben und unser Abenteuer endlich los geht.

Hier noch ein paar Bilder von Kilada.

Kilada_2Kilada_1

13. Juni 2014

Um 7.00 hiess es „Anker frei“ und bereits um 9.00 sind wir in Nafplio angekommen. Dank Staphan’s ruhiger Art war das Anlegen kein Problem :). Nach einem Kaffee und einem Brötli sind wir um 9.45 wieder bei der Anwältin im Büro gestanden. Und siehe da, die Übersetzung war bereit und nach Bezahlung haben wir nur 10 Minuten später das Büro wieder verlassen. Na wenn das kein gutes Zeichen ist…..

Anschliessend ging es wieder zurück zum Customs – wo es natürlich wieder hiess warten. Jedoch haben wir schon bald festgestellt, dass es heute irgendwie anders ist :). Sie schienen zufrieden mit der Übersetzung und es war für uns kaum zu glauben aber um 11.00 hielten wir unser Transit Log in den Händen. Das Beste daran ist, dass sie einfach den Namen des Voreigners und des Schiffes durchgestrichen haben und wir nun einfach dieses weiterverwenden können :). Für uns war das egal – wir wollten nur so schnell wie möglich wieder auf unser Boot um wieder nach Kilada zu segeln.

Also legten wir um 12.00 bereits wieder in Nafplio ab.

Es wäre übrigens eine wunderschöne Stadt mit einer schönen Burg – wir werden bestimmt zurückkommen um uns das alles mal in Ruhe anzusehen – ohne Stress 🙂

Nafplio_BurgBild_Hafen_NafplioNafplio

Nach dem wir beinahe die ganze Strecke gesegelt waren, haben wir um 16.30 in Kilada an unserer Boie angelegt. Nach dem ganzen Stress haben wir uns zuerst mal einen feinen Drink genehmigt und das schöne Wetter genossen.

Nur das was wir eigentlich heute den ganzen Tag machen wollten, hatten wir natürlich noch nicht einmal angefangen – Das Schiff aufräumen bzw. noch gewisse Sachen entsorgen. Also haben wir uns aufgerafft und angefangen jedes Fach (und ich sage euch es sind seeeeeehr viele auf so einem Boot) auszuräumen und zu schauen was brachen wir noch und was nicht. Nach 2 1/2 Stunden waren wir fix aber fertig :). Wir hatten uns einen Stauplan gezeichnet (auch wenn sich die Einen lustig machen darüber – gäll Ralph 😉 )damit wir auch im Sommer noch wissen was wir wo verstaut haben und waren sehr zufrieden mit unserer Arbeit.

Da wir nun definitiv keine Energie mehr hatten um noch zu kochen  haben wir uns in unser Dinghy (Beiboot) gesetzt und haben uns einen leckeren Salat genehmigt.

Ein Tag voller neuer Erfahrungen und neuen Erlebnissen. Froh dass wir nun die nötigen Dokumente hatten um in Griechenland segeln zu dürfen – fielen wir todmüde in unsere Betten.

12. Juni 2014

Am Donnerstag war der ganze Tag reserviert um das Transit Log zu ändern. Das Transit Log ist die Fahrerlaubnis für griechische Gewässer. Um dies zu erledigen sind wir bereits um 7.00 von Kilada nach Nafplio gefahren mit unserem Mietauto. Dann ging die Sucherei los – nachdem wir die Customs (Zoll) endlich gefunden haben ging das Drama los – da wir so viel Zeit damit verbracht haben zu warten, habe ich beschlossen ein Tagebuch zu schreiben.

Nachdem wir um 10.00 unsere Unterlagen abgegeben haben, merkten wir relativ schnell dass irgendetwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Maria (die zuständige Dame) konnte irgendwie nicht verstehen warum wir nun das Transit Log in den Händen haben vom Vorbesitzer. Immer wieder suchte sie – natürlich vergebens) den Namen von Stephan auf den früheren Dokumenten. Nachdem wir sie x-Mal darauf hingewiesen haben dass sie den Namen ganz bestimmt nicht finden wird auf den alten Dokumenten ist sie verschwunden um das Ganze ihrem Vorgesetzen zu zeigen. Nach 30 Minuten inkl. Vorsprechen beim Big Boss wurde uns klar gemacht, dass wir nach Athen auf die Schweizer Botschaft müssen um den Kaufvertrag und den Flaggenschein auf griechisch zu übersetzen. Wir machten ihnen klar dass wir keinesfalls gedenken nach Athen zu fahren um das zu tun, da der Flaggenschein ja auf Englisch übersetzt ist und uns niemand gesagt hatte dass der Kaufvertrag auch noch auf Griechisch sein muss. Also sind wieder alle verschwunden und wir wieder am warten. Um 12.00 wurde uns dann mitgeteilt dass wir nun doch „nur“ den Kaufvertrag zu übersetzen brauchen und das von einer Anwältin hier in Navplion erledigt werden kann (was für ein Zufall – eine Kollegin einer Angestellten dort). Wir begaben uns also zurück zum Hafen und probierten während des Mittagessens die Anwältin zu erreichen. Um 12.40 haben wir sie dann erreicht und da sie ihr Büro gleich um die Ecke hatte vom Restaurant, waren wir 10 Minuten später in ihrem Büro. Die Anwältin (eine Mischung aus Michelle Obama und Ally McBeal) hat uns freundlich empfangen uns aber sogleich alle Hoffnung genommen dass das Ganze heute noch erledigt werden kann. Sie hat uns aber versprochen dass die Übersetzung Morgen um 10.00 bereit sei und in ihrem Büro abgeholt werden kann. Der Preis war viel tiefer als wir erwartet haben – und oh Wunder – ohne Quittung sogar noch 23% günstiger :).

Also sind wir ziemlich frustriert um 13.30 wieder zurück Richtung Kilada gefahren weil es nicht wirklich in unseren Zeitplan gepasst hat nochmals einen halben Tag oder mehr auf dem Custom zu verbringen. Also haben wir auf dem Nachhauseweg entschieden, dass wir heute Abend noch lossegeln und mit dem Boot nach Nafplio segeln. Auf dem Boot angekommen hat sich Stephan um die Beschriftung gekümmert – nach 1ner Stunde hiess unser Schmuckstück endlich Stanfali.

Um 18.00 sind wir losgesegelt – bzw. die meiste Zeit unter Motor – und um exakt 21.00 haben wir in einer schönen Bucht geankert. Nach dem obligaten „Ankertrunk“ sind wir todmüde aber überglücklich in unsere Betten gefallen.

11. Juni 2014

Stephan und ich sind also nach Athen geflogen um noch diverse Sachen zu erledigen bevor es in den Sommerferien losgeht. Nachdem wir unser Mietauto übernommen hatten, ging es auf die 2 1/2 h Fahrt nach Kilada. Und da war sie – unsere Stanfali im Wasser gesehen – was für ein Gefühl :).

Stanfali

Nun gnossen wir noch einen Drink an Deck und den wunderschönen Sonnenuntergang.