unser Leben auf 12 Metern

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12. Juni 2014

Am Donnerstag war der ganze Tag reserviert um das Transit Log zu ändern. Das Transit Log ist die Fahrerlaubnis für griechische Gewässer. Um dies zu erledigen sind wir bereits um 7.00 von Kilada nach Nafplio gefahren mit unserem Mietauto. Dann ging die Sucherei los – nachdem wir die Customs (Zoll) endlich gefunden haben ging das Drama los – da wir so viel Zeit damit verbracht haben zu warten, habe ich beschlossen ein Tagebuch zu schreiben.

Nachdem wir um 10.00 unsere Unterlagen abgegeben haben, merkten wir relativ schnell dass irgendetwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Maria (die zuständige Dame) konnte irgendwie nicht verstehen warum wir nun das Transit Log in den Händen haben vom Vorbesitzer. Immer wieder suchte sie – natürlich vergebens) den Namen von Stephan auf den früheren Dokumenten. Nachdem wir sie x-Mal darauf hingewiesen haben dass sie den Namen ganz bestimmt nicht finden wird auf den alten Dokumenten ist sie verschwunden um das Ganze ihrem Vorgesetzen zu zeigen. Nach 30 Minuten inkl. Vorsprechen beim Big Boss wurde uns klar gemacht, dass wir nach Athen auf die Schweizer Botschaft müssen um den Kaufvertrag und den Flaggenschein auf griechisch zu übersetzen. Wir machten ihnen klar dass wir keinesfalls gedenken nach Athen zu fahren um das zu tun, da der Flaggenschein ja auf Englisch übersetzt ist und uns niemand gesagt hatte dass der Kaufvertrag auch noch auf Griechisch sein muss. Also sind wieder alle verschwunden und wir wieder am warten. Um 12.00 wurde uns dann mitgeteilt dass wir nun doch „nur“ den Kaufvertrag zu übersetzen brauchen und das von einer Anwältin hier in Navplion erledigt werden kann (was für ein Zufall – eine Kollegin einer Angestellten dort). Wir begaben uns also zurück zum Hafen und probierten während des Mittagessens die Anwältin zu erreichen. Um 12.40 haben wir sie dann erreicht und da sie ihr Büro gleich um die Ecke hatte vom Restaurant, waren wir 10 Minuten später in ihrem Büro. Die Anwältin (eine Mischung aus Michelle Obama und Ally McBeal) hat uns freundlich empfangen uns aber sogleich alle Hoffnung genommen dass das Ganze heute noch erledigt werden kann. Sie hat uns aber versprochen dass die Übersetzung Morgen um 10.00 bereit sei und in ihrem Büro abgeholt werden kann. Der Preis war viel tiefer als wir erwartet haben – und oh Wunder – ohne Quittung sogar noch 23% günstiger :).

Also sind wir ziemlich frustriert um 13.30 wieder zurück Richtung Kilada gefahren weil es nicht wirklich in unseren Zeitplan gepasst hat nochmals einen halben Tag oder mehr auf dem Custom zu verbringen. Also haben wir auf dem Nachhauseweg entschieden, dass wir heute Abend noch lossegeln und mit dem Boot nach Nafplio segeln. Auf dem Boot angekommen hat sich Stephan um die Beschriftung gekümmert – nach 1ner Stunde hiess unser Schmuckstück endlich Stanfali.

Um 18.00 sind wir losgesegelt – bzw. die meiste Zeit unter Motor – und um exakt 21.00 haben wir in einer schönen Bucht geankert. Nach dem obligaten „Ankertrunk“ sind wir todmüde aber überglücklich in unsere Betten gefallen.