unser Leben auf 12 Metern

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 6 anderen Abonnenten an

Heute warf ich zuerst einen Blick in die Bilge. Trocken!

Ein Besuch beim Yachtyardmanager Evangelos Iliou stand an. Wir wollten nach dem Paket von SVB fragen. Dort drin sind ein paar Teile für wichtige erste Projekte, die es im Sommer zu verwirklichen galt. Der freundliche Herr wusste leider gar nichts über dieses Paket. Nunja, wie auch immer… wir wollten ja heute unsere Reise nach Paros beginnen. So kann ich auch etwas Urlaub machen.

Die Fahrten von und zu stanfali wurden übrigens im Rahmen der Dinghy-Fahrschule von den Kindern absolviert. Die ersten Meter sind ja die schwierigsten und so bekundeten beide Mühe beim geradeausfahren und Kurshalten. Motor anlassen war noch gar nicht möglich… Aber das wird schon…

Die Reise begann also mit dem ersten Schritt, der Einweisung der Crew. Die vielen do’s und dont’s ergaben Hunger und nach dem Mittagessen fuhren wir los. Wettercheck auf dem Navtex, keine Warnungen, SW 3-4 versprachen angenehmes Segelwetter bis Porto Heli; ist ja auch furchtbar weit weg. Die Crew machte von nun an eine steile Lernkurve mit. Mooring tief, um das Wrack herum, in tieferes Fahrwasser, durch den Schiffsalat in der Bucht, zwischen Kilada und der Privatinsel durch und dann Richtung SW, um die erste Ecke, endlich segelbarer Wind, Tücher hoch, der Crew erklärt, was Grossschoten und Genuaschoten sind, fieren und dichtholen bedeutet, und dann gemütliches Cruisen bis Porto Heli. Motor an, Tücher runter, Anker vorbereiten und dann, etwas nervös, meinen ersten Anleger römisch-katholisch überhaupt durchführen. Erster Anlauf, hat geklappt. Mann, bin ich zufrieden!

Wir wollten nur schnell einkaufen und dann in die Ankerbucht verholen. So ist die Crew aufgebrochen, dem nahen Supermarkt einen Besuch abzustatten. Ich sollte in ein paar Minuten nachkommen, um die schweren Sachen zu schleppen. Die Zwischenzeit benutzte ich, etwas klar Schiff zu machen. Ich musste meinen Adrenalinspiegel noch etwas anschauen, dann verschwand dieser und ich konnte mich auf’s schleppen konzentrieren.

Der Ableger war dann bis auf das Problem mit der Kette, die sich beim Einholen gerne etwas türmt, bis es dann zu Eng wird und die Kette verklemmt, unspektakulär und das folgende Ankermanöver fast schon langweilig, alles hat geklappt und wir badeten noch etwas in der Brühe.

Was z’essen und dann ab ins Bett. War eigentlich geplant, aber eben, der Wind frischte auf, und ich war zum ersten mal alleinverantwortlich. Somit musste ich auch gucken, ob der Anker hält. Ich steckte noch etwas Kette und legte mich dann wieder hin. Ich kann es vorweg nehmen, der Anker hat bislang jedes mal gehalten, wenn er eingegraben war. Das konnte ich aber noch nicht wissen und wachte immer wieder auf um mich zu orientieren. Und so ist auch diese Nacht vorüber gegangen. Irgendwann ist noch so ein Seglerungetüm angekommen, zuerst habe ich gedacht, der driftet auf uns zu bis ich gemerkt habe, dass der enorm gross ist und sehr weit weg. Keine Panik Stephan.